Grundsteuerhebesätze steigen weiter - Kommunen verteuern Wohnnebenkosten – Berlin weiter einsame Spitze
Berlin, 26. Juli 2011. In fast jeder dritten größeren Stadt wurde 2011 die Grundsteuer für bebaute Grundstücke (Grundsteuer B) erhöht. Darauf macht die Eigentümerschutz-Gemeinschaft aufmerksam
und verweist auf Erhebungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Dieser hatte kürzlich Zahlen für Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern veröffentlicht. Demnach ist der
durchschnittliche Hebesatz bei der Grundsteuer B in diesem Jahr gegenüber 2010 von 507 auf 517 gestiegen.
Vor allem die Städte und Gemeinden im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen (NRW) treiben damit die Wohnnebenkosten weiter spürbar in die Höhe. „Dies geht nicht nur zulasten
selbstnutzender Eigentümer, sondern auch zulasten der Mieter, für die die Grundsteuer im Regelfall ein Bestandteil ihrer Betriebskostenabrechnung ist“, kommentiert Haus & Grund-Präsident Rolf
Kornemann. In NRW haben 34 von 76 Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern den Hebesatz erhöht. Absolut am stärksten stiegen die Hebesätze in Leipzig (von 500 auf 650 Prozent), Solingen
(von 490 auf 590 Prozent), Castrop-Rauxel (von 410 auf 500 Prozent), Leverkusen (von 500 auf 590 Prozent), Iserlohn (von 400 auf 485 Prozent) und Stralsund (von 420 auf 500 Prozent). Mit einem
Hebesatz von 810 Prozent bleibt Berlin bundesweit einsame Spitze.
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